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In der nordwestlichen Seitenkapele hängt in einem großen Glasrahmen eine wundervolle Applikationsarbeit: "Maria im Rosengarten". Welchem Zweck dieser Wandteppich einst diente und wie er in die St.-Marien-Kirche kam, ist nicht bekannt. Gesichert scheint der Hinweis, daß es sich um die Stiftung einer sogenannten "Kalandgesellschaft", einer Vereinigung von Geistlichen und Laien zur caritativer Hilfeleistung, handelt. Wahrscheinlich wurde er in einem der Rostocker Klöster oder Spitäler angefertigt (um 1450). In der Mitte sieht der Betrachter Maria auf der Mondsichel stehend mit dem Kind auf dem Arm, umgeben von den Strahlen der Sonne. Vier Engel in ihrer Nähe, zwei weitere am oberen Rand des Rosenfeldes. Das Einhorn, als Symbol der Reinheit, findet sich ebenso wie der Hirsch und der sich die Brust öffnende Pelikan. am Rande sind verschiedene Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dargestellt.
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