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An der rechten Seite des Eingangs zur Brökerkapelle in der St.-Marien-Kirche befinden sich im Mauerwerk drei bronzene Nagelköpfe in Schildform mit den Abbildungen der städtischen Siegel, nämlich des "Sigillum", des "Signum" und des "Secretum". Diese befanden sich ursprünglich im außenmauerwerk der Kirche, etwa in Kniehöhe an der Südseite, östlich vom südlichen Querschiff. Also etwa dort, wo sich im Innern die Sakristei neben der Gedächniskapelle befindet.
An allen drei Siegelabbildungen fehlt mindestens eine Ecke. Entweder haben Souvenirjäger versucht, diese aus dem Mauerwerk herauszubrechen, oder sie sind bei dem Versuch, sie bei einer früheren Reparatur des Mauerwerks herauszunehmen, abgebrochen. Um sie vor weiteren Beschädigungen zu bewahren, sind sie nun im Innern der Kirche angebracht worden.
Schlie vermutete, daß sie im Zusammenhang mit der Grundsteinlegung zum Umbau der Kirche in eine kreuzförmige Basilika 1398 stehen. Sie würden dann gleichsam die "amtliche Besiegelung" der üblichen drei Hammerschläge darstellen.
Dafür spricht ihr ursprünglicher Ort in der Nähe des damals neu errichteten Querschiffes.
Das große Stadtsiegel (Sigillum) von 1257 mit dem gekrönten Stierkopf ist das älteste der drei Siegel, die die Stadt führte. Das sog. "Secretum" ist für 1307 erstmals überliefert. Es befand sich im Gewahrsam der Bürgermeister und Ratsherrn.
Das "Signum" entstand 1367 als Grundsiegel der Hansestädte.
Aus den beiden zuletzt genannten entstand dann das noch heute gültige Stadtsiegel Rostocks.
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